Datenlage zu Cyber-Gewalt

Eine repräsentative österreichweite Erhebung zu Cyber-Gewalt in Beziehungen gibt es nicht. Daher können nur Studien und Daten aus unterschiedlichen Perspektiven zu dieser Thematik herangezogen werden:

  • So gibt etwa jede 5. Frau (21,88 Prozent) zwischen 18 und 74 Jahren in Österreich an, im Laufe ihres Lebens von Stalking betroffen gewesen zu sein (Statistik Austria 2022). Stalking, also unerwünschte beharrliche Kontaktaufnahmen, erfolgt häufig mittels Anrufe, SMS, Nachrichten in Messenger-Diensten.
  • Bereits 2016 gaben Frauen in Österreich mit 12 Prozent EU-weit am häufigsten an, im vergangenem Jahr von Online-Belästigungen betroffen gewesen zu sein. im Vergleich liegt der EU-Schnitt bei 5 Prozent.
    • Junge lesbische Frauen von 15 bis 17 Jahren waren mit 15 Prozent, junge bisexuelle Frauen mit 12 Prozent besonders betroffen.
    • EU-weit geben 20 Prozent der jungen Frauen von 18 bis 29 Jahren an, seit dem 15. Lebensjahr sexuelle Belästigung online erlebt zu haben (EIGE 2020, S. 63, 64).
      Bei dieser Erhebung war jedoch nicht Cyber-Gewalt in Beziehungen erfasst, sondern der gesamte Begriff von Cyber-Gewalt: zum Beispiel Online-Gewalt, Cyber-Stalking durch häufige Kontaktaufnahmen über digitale Medien, soziale Netzwerke bis Überwachung und Hass im Netz, Erpressung durch Veröffentlichung intimer Bilder oder Cyber-Mobbing.
  • Neben der EU-Studie gaben in einer späteren Publikation 2018 bereits ein Drittel der Frauen in Österreich an, im letzten Jahr von Gewalt im Netz betroffen gewesen zu sein. In der Gruppe der 15 bis 18-jährigen Frauen waren es sogar 2 Drittel (BIM, Weißer Ring 2018).
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